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Die belgische Künstlerin Rika Van Dycke ist in Belgien, aber auch weit über die Landesgrenzen des kleinen Staates hinaus bekannt. Ihre Werke befinden sich im Stedelijk Prentenkabinet Antwerpen und wurden mit bedeutenden Kunstpreisen, wie beispielsweise dem Frans Dille Preis ausgezeichnet. Von Hause aus Grafikerin, hat sich Rika Van Dycke seit einigen Jahren dem Siebdruck zugewandt. In dieser Technik entstanden so eindrucksvolle Arbeiten wie „De geur van je huid“, ein Bild, das beim Betrachter starke Emotionen weckt. Das Werk zeigt eine Frau mit starken Gefühlen, die versucht, sich durch ein Verharren in der Embryonalhaltung vor Verletzungen zu schützen, während ihre weniger tieffühlenden Geschlechtsgenossinnen hocherhobenen Hauptes an ihr vorüberschreiten. Der Titel macht deutlich, dass der Geruch der Haut viel über den Seelenzustand des Menschen verrät. Die Arbeit entstand in der Collagetechnik. Van Dycke druckte die einzelnen Fragmente auf Papier, Zeitung und grafischer Folie und collagierte diese zum gesamten Werk.
Seit einiger Zeit schlägt die Künstlerin auch häufig eine Brücke zwischen der bildenden Kunst und der Literatur. Sie hat sich darauf verlegt, Gedichtbände mit ihren Arbeiten zu bereichern. Dies geschieht nicht in der bekannten Form der Illustration. „Ich lese ein Gedicht wieder und wieder und lasse es tief in mich eindringen,“ sagt Rika Van Dycke „dann versuche ich in Form einer Grafik eine eigene Interpretation des lyrischen Werkes. Das finde ich sehr viel spannender als eine einfache Illustration.“
So interpretierte sie den neuesten Gedichtband von Staf de Wilde mit dem Titel „Een Stuk of Wat“ mit dreizehn eindrucksvollen Zeichnungen. Dadurch wird dieses Werk zu einem wahren Kunstbuch, in dem Poesie und bildende Kunst eine ausdrucksstarke Wechselwirkung entfalten.

Meisjes
Firmin van Der Poorten
Meisjes,geurend naar tijm en marjolein,
de harsgeur van het voorjaar in hun haren
spelen uitgelaten zoals wind en water
onder de wildbloei van japanse kerselaren.
Fleurappels rijpen op hun wangen,
braambessen splijten open op hun mond;
sprekend de taal van de zon
is hun stem als honig blond.
Bij valavond als de bomen processiegewijs
schijnen te wandelen over het plein
bewaren ze van de meisjes nog levendig
hun stem en hun betoverend geheim. |